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Glenfis eNews - Governance, Security & Service Management
August 09
Der Sommer heizt nochmals richtig ein. Auch am Wirtschaftshorizont zeigt sich ein Silberstreifen und verbreitet Aufbruchstimmung. Die Börsen boomen wieder und viele Unternehmen fangen an, die Wunden der Rezession zu lecken und wieder nach vorne zu schauen. Das wurde auch Zeit. Aufgeschobene Veränderungen sind nicht aufgehoben.
Auch wir haben zwei Verbesserungen für unsere Kunden eingerichtet:
Besuchen Sie uns auf unseren neuen Plattformen. Wir sind wieder gespannt auf Ihr Feedback.
Mit diesem Newsletter wollen wir Ihnen Ideen und Ansätze für eigene Verbesserungsinitiativen liefern. Wir machen Sie auf zwei Initiativen der Glenfis AG aufmerksam, bei welchen wir Ihnen die Gelegenheit zum Erfahrungs- und Informationsaustausch bieten:
- ITIL Forum Schweiz - ein gelungener Start
- IT Service Manager - der Business Development Executive für IT Services
- Val IT - das Value Governance Framework
- glenfisAcademy: Blended Learning Methode auf dem Vormarsch
- Upcoming Events mit Glenfis
- International News
1. Erstes ITIL Forum der Schweiz - ein gelungener Start
Am 24. Juni 09 fand im Hotel Marriott, Zürich das erste ITIL Forum Schweiz statt. Über 50 Personen haben den Anlass besucht, um praktische Erfahrungen über Erfolge und auch Schwierigkeiten bei der Umsetzung von IT Service Management Prinzipen in den sonst eher Technologie-orientierten Organisationen auszutauschen.
Praxisberichte von direkt betroffenen Unternehmen und nicht blosse Theorien sollten das tragende Element des von Martin Andenmatten, Glenfis AG und Thomas Estermann, MMS Consulting GmbH ins Leben gerufene Vereins „ITIL Forum Schweiz“ sein. Zudem wollten die Initianten solchen Anlässen in der Deutschschweiz eine lokale Plattform geben – um nicht immer für teures Geld ins Ausland pilgern zu müssen.
Dieser Ansicht waren auch die zahlreichen Besuchers des Forums. Das Programm war interessant und vielseitig gestaltet. Beiträge aus unterschiedlichen Branchen und Firmen verschiendenr Grössen haben ein ausgewogenes Bild vermitteln können. Herr Gregor Färber, Bereichsleiter Service und Support der Shared IT Services, SSC-IT des Kantonsspital St. Gallen konnte die IT Herausforderungen aus der Sicht des unter Politik-, Konzentrations- und Kostendruck stehenden Gesundheitswesens des Kantons St. Gallen aufzeigen – und wie mit klaren Service Definitionen und Leistungsversprechen die Kunden der angeschlossenen Spitäler und Kliniken überzeugt werden konnten.

Herr Philipp Engstler, CTO der ricardo.ch konnte überzeugend darstellen, wie in einem stark wachsenden Umfeld mit ausgeprägter Technologie-Infrastruktur in kurzer Zeit die Support Prozesse nach ITIL erfolgreich um- und durchgesetzt werden konnten. Das dynamische Umfeld und die im Durchschnitt eher jüngeren IT Mitarbeiter haben diesen Wandel ohne grosse Friktionen mitgetragen.
Herr Rolf Frank, Projektleiter ITIL in der Bundesagentur für Arbeit aus Nürnberg hat als krassen Gegensatz zu ricardo.ch die Umsetzung in einer 1800 IT-Mitarbeiter zählenden Grossorganisation dargestellt.
Neben den Praxisberichten wurden auch Expertenberichte zu aktuellen Themen durch ausgewiesene Fachspezialisten beigetragen. So zeigte uns Herr Stefan Beyeler von plain IT AG im Zeitraffer die Entwicklung des Configuration Management Systems. Herr Gerhard Rempp von MID zeigte zudem auf, wie effizient und wirkungsvoll Prozess-Design mit vordefinierten ITIL Prozessen den Dokumentationsaufwand verringert.
Herr Martin Andenmatten positionierte in seinem Eröffnungsreferat die Rolle des Service Managers und wie dieser die Fäden einer serviceorientierten IT Organisation zusammenhält. Für den IT Provider bedeutet dies, dass er die dafür notwendigen Fähigkeiten in seiner Organisation gezielt fördern und für seine langfristige Existenzberechtigung als seine eigentlichen strategischen Vermögenswerte aufbauen muss. Lesen Sie dazu den nächsten Artikel.

Herr Thomas Estermann führte durch das Programm und moderierte zum Schluss das Podiumsgespräch, bei welchem sich die Referenten der Praxisbeiträge sowie je ein Vertreter aus den Fachverbänden itSMF Schweiz (Markus Schweizer) und SwissICT (Mathias Traugott) den Fragen des Publikums stellten.
Alles in allem ein sehr gelungener Anlass, welcher seine Fortsetzung finden wird.
2. IT Service Manager - der Business Development Executive für IT Services
Das Zeitalter der IT Industrialisierung hat längst begonnen. Nur hat man es in der Branche selbst nicht überall wahrgenommen – oder will es nicht recht wahrhaben. Der ehemalige Technologie-Provider muss sich zu einem echten Dienstleister entwickeln. Hardware und Software sind heute Massenware. Unternehmen können und wollen es sich künftig nicht mehr leisten, Herscharen von Netzwerk-, Datenbank-, Java- oder sonst welchen –Spezialisten anzuheuern, nur um irgendwelche Business-Anwendungen zu automatisieren.
Herausforderungen an die IT
Anstelle Gräben zwischen Business und IT oder gar innerhalb der IT zu ziehen und diese noch zu pflegen, wird heute in einer globalen und wirtschaftlich angespannten Zeit von einem CIO und seinem Team erwartet, dass die folgenden, zentralen Herausforderungen professionell gemeistert werden:
- Stabilität und Verfügbarkeit der IT: Nicht-Verfügbarkeit ist gleichbedeutend mit Unterbruch des Business-Prozesses – und Verlust beim Business
- Sicherstellen eines Mehrwerts durch IT Investitionen: Durch die strategische Bedeutung der IT muss bei jeder Investition ein Mehrwert entstehen. Und das ist mehr als blosses Erfüllen von allgemein gehaltenen Service Level Vereinbarungen
- Kosten im Griff haben: Die Kosten der IT Services während der gesamten Lebensdauer müssen verstanden werden. Total Cost of Ownership und Utilization sind hier nur zwei der Stichworte.
- Beherrschen der Komplexität: Es lässt sich praktisch niemanden mehr finden, der das Funktionieren eines IT Systems vollständig versteht und beherrscht. Die IT muss so gesteuert werden, dass die Komplexität beherrschbar wird.
- Konsequente Ausrichtung auf das Business: Die Anforderungen des Business müssen genau verstanden werden. Wer am Business vorbei produziert, muss sich einen anderen Sponsor suchen.
- Erfüllung regulatorischer Anforderungen: Wegen der Automatisierung der Geschäftsprozesse muss die IT den Nachweis der Compliance erbringen können.
- Gewährleistung der Sicherheit: Durch die globale Vernetzung sind sichere und verlässliche Systeme zu gewährleisten. Schutz vor Datenverlust, vor Verlust der Integrität und/oder von Vertraulichkeit sind existentiell für ein Unternehmen.
Bei der IT genügt es nicht mehr, einfach nur noch Technik bereitzustellen. Vielmehr muss sich ein IT Dienstleister "rund-um-die-Uhr" darum kümmern, dass neben der erwarteten Funktionalität deren Verfügbarkeit, Performance, Sicherheit und Kontinuität gewährleistet bleibt. Sobald etwas nicht mehr korrekt funktioniert, muss ein Supportteam mit höchster Priorität den vereinbarten Zustand wieder herstellen. Die Beherrschung der Nutzungsphase muss zur Königsdisziplin einer IT werden – und nicht etwa Forschung und Entwicklung.
IT – so verlässlich wie Strom aus der Steckdose
Das Business ist auf ein solch verlässliches Funktionieren angewiesen – so wie auf den Strom, der aus der Steckdose fliesst. Für den IT Provider bedeutet dies, dass er die dafür notwendigen Fähigkeiten in seiner Organisation gezielt fördern und für seine langfristige Existenzberechtigung als seine eigentlichen strategischen Vermögenswerte aufbauen muss. Diese Ressourcen und Fertigkeiten lassen sich nicht beliebig einkaufen. Vielmehr muss diese Ausrichtung bereits bei der strategischen Positionierung, dem Design der IT Services und bei deren reibungsloser Überführung in die Produktion stets im Fokus sein. Erst damit kann er im täglichen Betrieb den Beweis antreten, die Vereinbarungen und Kundenerwartungen zu erfüllen:
- Hohe Qualität zu vertretbaren Kosten
- termingenaue und friktionsfreie Einführung von neuen Services
- laufende Optimierung der Ressourcen und gleichzeitig die Risiken im Griff halten
Der Service Manager – das neue Berufsbild
Es braucht einen verlässlichen Service Manager, welcher die Herausforderungen an die IT in die Hand nimmt und dem Business den Rücken freihält. Der Service Manager ist diese wichtige Rolle, welche die Entwicklung, Umsetzung, Bewertung und laufende Steuerung von neuen und bestehenden Services verantwortet.
Der Service Manager ist somit der „Business Development Executive” für IT Services. Ein Berufsbild, welches heute noch zuwenig verbreitet ist – und für welches es auch noch weitgehend an ganzheitlichen Management-Ausbildungsangeboten fehlt.
ITIL® V3 – der Good Practice Leitfaden für Service Management
Was es benötigt, um eine serviceorientierte Organisation aufzubauen, ist heute mit der Good Practice Publikation von ITIL® V3 bestens bekannt. Dieses Rahmenwerk ist zum defacto Standardwerk für Service Management geworden. Mit den fünf Service LifeCycle Phasen Service Strategy, Service Design, Service Transition, Service Operation und Continual Service Improvement werden die notwendigen Prozesse, Funktionen, Rollen und Architekturen generisch skizziert, so dass effiziente und effektive Service Erbringung grundsätzlich möglich ist.
Was einfach ist, ist nicht immer leicht bei der Umsetzung
So verblüffend logisch die Service Management Prinzipien von ITIL® auch scheinen, so schwierig sind sie in den IT Organisationen umzusetzen. Service-, Kunden- und Prozessorientierung bedeutet in aller Regel einen Kulturwandel, welcher im Rahmen eines Change-Projektes vollzogen werden muss.
Ein Wandel, welcher vom obersten Management klar als Vision gefordert und angestrebt werden muss, wenn das Vorhaben auch tatsächlich gelingen soll. Eine Voraussetzung, welche aber bei weitem nicht selbstverständlich ist. Viele CIOs sehen die Wichtigkeit heute zwar ein – nicht aber deren Dringlichkeit. Oft sind die positiven Effekte auch erst mittel- bis langfristig zu erzielen, was viele Führungskräfte dazu verleitet, kurzfristigen Erfolgen den Vorzug zu geben.
Wer sich nicht ändert – der wird geändert
CIOs welche das Heft nicht selber in die Hand nehmen, laufen Gefahr, dass dem Business die Geduld abhanden kommt. Statt vor dem Teller sieht sich manche IT plötzlich auf dem Teller liegen. Die Einrichtung und optimalen Besetzung der Service Manager Rolle kann dazu beitragen, die IT in einem besseren Licht zu präsentieren. Und Organisationen, welche es geschafft haben, können dies mit einem externen unabhängigen Siegel bescheinigen: dem ISO/IEC 20000 Standard für IT Service Management. Der Service Manager ist der Lotse zu diesem Ziel.
Weitere Informatinen finden Sie hier.
3. Val IT - das Governance Framework
Dass IT-Investitionen einen Mehrwert für die Unternehmen generieren müssen, leuchtet auf Anhieb ein. Das Business kann es sich schlichtweg nicht mehr leisten in IT Bereiche zu investieren, die sich auf Dauer nicht rechnen oder nicht gewinnbringend sind. Das blosse Erreichen von irgendwie zustande gekommenen Service Level Vereinbarungen ist oft nur eine Rechtfertigung seitens der IT. Die Frage aber, ob es sich für das Business tatsächlich rechnet, überlässt auch ITIL® V3 geflissentlich dem Business. ITIL® liefert primär Leitfäden, wie man bei gegebenen Anforderungen und IT-Budget optimal Leistungen erbringen kann.
Dabei bereitet es vielen Firmen enorme Schwierigkeiten, IT-Investitionen aufgrund von Unternehmenskriterien und nicht allein von reinen IT-Kriterien zu steuern. Gefragt wäre auch hier ein Good-Practice-Leitfaden, welcher aus Sicht des Business die IT-Investitionen systematisch über die gesamte Lebensdauer verwaltbar und nach klaren Profit & Loss-Kriterien beurteilbar machen.
Einen solchen Leitfaden gibt es: Val IT. Das IT Governance Institute (www.itgi.org, www.isaca.org), eine gemeinnützige und unabhängige Organisation, welche der Geschäftswelt Hilfestellungen bei der Steuerung von IT-Systemen und Services anbietet. Val IT ist seit Juli 2008 in der 2. Version publiziert und zum Grossteil kostenlos downloadbar.
Mit diesem Beitrag soll eine Öffnung der reinen IT-Service-Management-Sicht hin zur IT Governance geschaffen und die hierzu verfügbaren Leitfäden vorgestellt werden.
1. Val IT - eine Einfürhung
Das Ziel von Val IT ist eigentlich simpel: Es will dem Management helfen sicherzustellen, dass die Organisation einen optimalen Mehrwert – sprich Value – aus den durch IT unterstützten Business-Investitionen zu erschwinglichen Kosten und zu bekannten und tragbaren Risiken erzielen kann. VAL IT bietet hierzu Leitlinien, Prozesse und unterstützende Praktiken für den Vorstand und das Executive.
Auch bei VAL IT ist die Betrachtung End-to-End: Wie können IT Services einen Mehrwert für das Unternehmen erbringen? Dabei liegt der Fokus in erster Linie auf der Investitions-Entscheidung (tun wir die richtigen Dinge?) und auf der Realisierung der Nutzenpotentiale (erzielen wir den erwarteten Nutzen?). Die anderen Fragestellungen beziehen sich eher auf die Ausführung.

Bei der strategischen Frage geht es darum, ob die IT-Investition
- auf unsere Business-Strategie ausgerichtet ist
- konsequent unseren Business-Grundsätzen entspricht
- zu unseren strategischen Zielen beiträgt
- einen optimalen Mehrwert bereitstellt, zu erschwinglichen Kosten und zu einem akzeptierbaren Risiko
Bei der Value-Frage geht es darum festzustellen, ob
- ein klares und gemeinsames Verständnis des zu erwartenden Nutzens vorhanden ist
- klare Zuständigkeiten (accountability) für die Realisierung des Nutzens definiert sind
- passende Metriken zur Messung vorhanden sind
- ein wirksamer Prozess zur Umsetzung des Nutzens eingerichtet ist
Bei der Delivery-Frage geht es darum festzustellen, ob
- ein leistungsfähiges und diszipliniertes Management sowie Liefer- und Change- Prozesse vorhanden sind
- kompetente und technische wie auch Business-Ressourcen vorhanden und verfügbar sind
Bei der Architektur-Frage geht es um die Feststellung, ob die IT-Investition
- auf unsere Architektur ausgerichtet ist
- unseren architektonischen Prinzipien entspricht
- zur Ausbreitung unserer Architektur beiträgt
- auch auf unsere anderen Initiativen ausgerichtet ist
Die richtige Anwendung der in Val IT beschriebenen Prinzipien, Prozesse und Praktiken bringt allen Organisationen folgende Vorteile:
- Verbessertes Verständnis und erhöhte Transparenz der Kosten, Risiken und zu erwartenden Nutzens, was zu besseren Management-Entscheidungen führt
- Höhere Wahrscheinlichkeit, dass die ausgewählten IT-Investitionen den höchsten Mehrwert generieren
- Reduzierung der Kosten und Risiken
- Reduzierung von negativen Überraschungen seitens IT-Kosten und Service-Bereitstellung und damit Erhöhung des Business-Nutzens
- Erhöhung des Vertrauens des Business in die IT und ihrer Fähigkeiten (Capabilities)
1.2 Warum braucht es auch noch ein Framework wie Val IT?
Die Höhe der IT-Investitionen seitens des Business ist mittlerweile erheblich und wird auch in Zukunft noch steigen. Die Abhängigkeit vom friktionsfreien Funktionieren dieser IT Services ist für die meisten Organisationen regelrecht existenziell. Es gibt viele Beispiele im Markt, wo es sich gezeigt hat, dass durch die Investition in die IT viel Geld im Business verdient werden konnte. Aber es gibt auch viele Business-Verantwortliche, welche sich ernsthaft fragen, ob der gewonnene Nutzen die hohen Investitionen jemals ausgleichen wird. Es erstaunt also nicht, dass seitens des Vorstands und der CEOs ein echtes Bedürfnis nach einem allseits akzeptierten Leitfaden für Investitionsentscheidungen und Nutzenrealisierungen vorhanden ist.
Das Business hat mittlerweile auch gelernt, dass IT-Investitionen nicht mehr reines Umsetzen von IT Lösungen bedeutet. Vielmehr geht es um einen IT-gestützten Wandel im Unternehmen. Der Mehrwert für das Business liegt in dem, was die Organisation mit der IT macht und weniger in der Technik selbst.
2. Das Val IT Framework
Was ein Mehrwert ist, lässt sich nicht einfach bestimmen. Er ist vielmehr sehr komplex, kontext-spezifisch und dynamisch. Und er wird immer vom Standpunkt des Betrachters bestimmt. VaI IT besteht nun aus einer Reihe von Führungsprinzipien und einer Anzahl von Prozessen, welche diesen Prinzipien entsprechen:
- IT-gestützte Investitionen müssen als Investitions-Portfolio gesteuert werden
- IT-gestützte Investitionen beinhalten den kompletten Umfang an Aktivitäten, welche für die Erreichung des Business-Mehrwerts notwendig sind
- IT-gestützte Investitionen werden über die gesamte ökonomische Lebensdauer gemanagt
- Mehrwert fördernde Praktiken unterscheiden verschiedene Kategorien von Investitionen, welche entsprechend bewertet und gesteuert werden müssen
- Mehrwert fördernde Praktiken werden mit Schlüssel-Metriken überwacht und reagieren schnell auf Änderungen und Abweichungen
- Mehrwert fördernde Praktiken erfassen alle Stakeholder und weisen angemessene Zuständigkeiten (accountability) für die Bereitstellung der notwendigen Fähigkeiten und die Realisierung des Business-Mehrwertes zu
- Mehrwert fördernde Praktiken werden kontinuierlich überwacht, bewertet und verbessert
Man erkennt durchaus Parallelen zu ITIL® V3 – jedoch wird bei VAL IT nicht die IT-Provider-Sicht wieder gegeben, sondern die Business-Sicht.
2.1 Val IT Prozesse
Um den Return on Investment (ROI) auf Basis der Val IT Prinzipen realisieren zu können, sind von den Stakeholdern der IT-gestützten Investitionen die Prozesse der drei folgenden Domains umzusetzen:
- Value Governance (VG)
- Portfolio Management (PM)
- Investment Management (IM)
Value Governance (VG)
Das Ziel der Value Governance ist die Optimierung des Mehrwerts durch IT-gestützte Investitionen durch:
- Einrichten eines Governance-, Überwachungs- und Kontroll-Frameworks
- Strategische Führung bei den Investitionen
- Definition der Investitions-Portfolio-Charakteristiken
Portfolio Management (PM)
Das Ziel des Portfolio Managements ist sicherzustellen, dass das Unternehmensportfolio der IT-gestützten Investitionen auf die Business-Strategie ausgerichtet ist und dadurch zu einem optimalen Mehrwert beiträgt:
- Einrichten und Steuern der Ressourcen-Profile
- Definition der Investitions-Grenzwerte
- Evaluation, Priorisierung und Auswahl, allenfalls Zurückstellung oder Abweisung neuer Investitionen
- Steuern des gesamten Portfolios
- Überwachung und Reporting der Leistungen des Portfolios (Performance)
Investment Management (IM)
Das Ziel des Investment Managements ist die Gewährleistung, dass die einzelne IT-gestützte Investition den optimalen Mehrwert zu erschwinglichen Kosten und zu akzeptierbaren Risiken tatsächlich liefert:
- Identifizierung der Business Anforderungen
- Entwicklung eines klaren Verständnisses für Anwärter von Investitionsprogrammen
- Analysieren der Alternativen
- Definition des Programms und Dokumentation eines detaillierten Business-Case inklusive der Nutzen-Details
- Zuweisung von klaren Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten (Ownership)
- Steuern der Programme während ihres gesamten ökonomischen Lebens (Full life Cycle)
- Überwachung und Reporting der Leistungen des einzelnen Programms

3. Schlussfolgerungen und Vergleich zu
ITIL® V3
Das Val IT Framework adressiert einen wichtigen Aspekt im Wertemanagement. Es stellt in dieser Form nicht nur eine Erweiterung und Ergänzung des IT Governance Frameworks COBIT® dar, sondern auch eine ideale Ergänzung zu ITIL® V3. Obwohl es verschiedene Überschneidungen von Themen gibt, ist das Framework gerade in der Optik des Business-Nutzens ein hilfreiches ergänzendes Werkzeug.
Das Val IT Framework beschreibt zu den einzelnen Prozessen und Domains jeweils
detaillierte Key-Management-Praktiken
- Input und Output mit den jeweiligen Liefer- oder Kunden-Prozessen
- Aktivitäten mit RACI-Charts
- Aktivitäten-, Prozess- und IT-Ziele mit den jeweiligen Prozessmetriken und wie diese sich gegenseitig beeinflussen
- Maturity-Modell zur Selbsteinstufung hinsichtlich Prozessreife und –fähigkeit
3.1 Vergleich zu ITIL® V3
ITIL® V3 behandelt im Speziellen das Management von Services als Asset, um die notwendigen Fähigkeiten bereitstellen und damit einen Wertebeitrag für das Business leisten zu können. Val IT hingegen fokussiert auf die Steuerung des IT-Investitions-Portfolios, der Assets und anderer Ressourcen, welche aus den IT-Investitionen resultieren. Val IT ist als Governance Modell auf einem höheren Level angesiedelt als ITIL® und daher auch weniger detailliert bei der betrieblichen Steuerung der Services.
4. Bereits absehbare Entwicklungen von Val IT
Val IT ist ein Framework des IT Governance Institute ITGI und wird zusammen mit den anderen Werken COBIT® und Risk IT fortlaufend weiter entwickelt. ISACA als tragende Organisation von ITGI plant zurzeit eine Erweiterung des bekannten COBIT® Frameworks. Dieses Projekt trägt den Arbeitstitel COBIT V5. Neben Angleichung an den IT Governance Standard ISO 38500 ist eine Integration der Werke Val IT und Risk IT vorgesehen.
Es wird in Zukunft also wieder eine mehr integrierte IT-Governance-Sicht auf das gesamte Unternehmen geben. Es ist auch zu hoffen und zu wünschen, dass die Initiativen rund um ITIL® und itSMF sich ähnlich entwickeln und eine integrierte Sicht von IT Governance und IT Service Management ermöglichen.
Für weitere Informationen steht Ihnen Martin Andenmatten zur Verfügung.
4. glenfisAcademy: Blended Learning Methode auf dem Vormarsch
Die neuen Informations- und Kommunikationstechnologien ermöglichen eine Auflösung räumlicher und zeitlicher Beschränkungen und verändern damit auch die situativen Bedingungen, unter denen Menschen miteinander kommunizieren und interagieren. In zunehmendem Masse werden daher gerade auch in der Ausbildung Fähigkeiten und Fertigkeiten zu netzbasierter Kommunikation und Kooperation zentral.
Den grundlegenden Baustein netzbasierter Lernangebote bildet das so genannte WBT (Web Based Training). Hier werden Lerneinheiten von einem Webserver online mittels Internet oder Intranet abgerufen. Die Einbettung ins Netz bietet vielfältige weiterführende Möglichkeiten der Kommunikation und Interaktion des Lernenden mit dem Dozenten bzw. seinen Mitlernern. So können Mails, News, Chats und Diskussionsforen mit dem WBT verknüpft und Audio- und Videosignale live gestreamt werden.
Das Potenzial webbasierter Lernelemente und virtueller Lernwelten liegt auf der Hand: Sie können "on demand", passgenau, schnell, individuell, sprach- und ortsunabhängig abgerufen werden. Vorteile, welche gerade auch im IT Service Management Bereich von grossem Nutzen sind. Unabhängig davon, ob man sich eine Übersicht über ITIL® verschaffen möchte, die Unterschiede zur neuen Version 3 kennen lernen oder sich auf eine Zertifizierungsprüfung vorbereiten will. Das Wissen aus dem ITIL®-Seminar verflüchtigt sich nicht einfach, sondern ist jederzeit bei Bedarf verfügbar und abrufbar. Dass solche Ausbildungsmodelle erheblich kostengünstiger sind, ist gerade in wirtschaftlich angespannten Zeiten ein nicht zu unterschätzender Zusatznutzen.
Wenn die Vorteile vom traditionellen Frontalunterricht mit denen von E-Learning kombiniert werden, dann spricht man von Blended Learning - oder integriertem Lernen. Die Erarbeitung der Grundlagen wird mittels eLearning in Eigenverantwortung und mit individuellem Lerntempo erarbeitet. Die Vertiefung und direkte Interaktion mit dem Trainer erfolgt im Präsenzunterricht.
Dadurch kann z.B. die ITIL® V3 Foundation-Ausbildung auf einen Tag bzw. die Intermediate-Level Ausbildungen auf zwei Tage Präsenzunterricht verkürzt werden. Dies wiederum erlaubt es dem Mitarbeiter wie auch dem Unternehmen Zeit und Kosten zu optimieren. Darüber hinaus erhöhen sich die Ausbildungseffizienz und die Nachhaltigkeit des ITIL®-Wissens der Lernenden. Organisationen müssen jedoch Zeit und Raum für die Mitarbeiter vorsehen, damit die WBTs auch tatsächlich genutzt werden. Am Arbeitsplatz mit ständigen Unterbrechungen durch Kollegen und Telefonate ist dies nicht möglich.
Alle ITIL® WBT-Module der Glenfis AG sind gleichzeitig in Deutsch und Englisch im Zugriff und eignen sich daher sowohl für lokale wie auch internationale Lernfelder. Mit den bis zu 200 Probeprüfungsfragen und den integrierten Praxis-Fallstudien sind diese Module eine ideale Ergänzung zu den klassischen Ausbildungsmodellen. Darüber hinaus können diese EXIN/APMG akkreditierten eLearning Programme auch als Firmenlizenzen in ein existierendes LMS (learning management system) integriert werden. Damit erhalten Unternehmen die Flexibilität gezielt, weitere Mitarbeiter nach Bedarf auszubilden und ggfs. neue Mitarbeiter schnell und effektiv in das Programm zu integrieren.
Insofern ist eLearning nicht nur eine adäquate Alternative zum Präsenzunterricht, sondern ergänzt diesen in sinnvoller und eindrucksvoller Form.
Sehen Sie hier die Übersicht über unser Schulungsangebot. Oder auch in Verbindung mit einer Simulation.
Besuchen Sie unsere Ausbildungsroadshow. Oder Kontaktieren Sie unseren Herrn Adrian Müller. Er gibt Ihnen gerne Auskunft.
5. Upcoming Events mit Glenfis
Auch in nächster Zeit stehen wieder interessante Events mit Glenfis AG bevor: Nutzen Sie die Gelegenheit, an einem dieser zahlreichen Anlässe direkt von unseren Experten mehr über unsere Lösungsansätze zu erfahren:
Jubiläumsveranstaltung: 20 Jahre ISACA Switzerland am 25. August 2009
ISACA feiert dieses Jahr Ihr 40 jähriges Bestehen. Das Switzerland-Chapter ebenfalls bereits das 20. Jubiläum.
Zu diesem Anlass hat ISACA Schweiz am 25. August 2009 in Zürich eine Jubiläums-Fachtagung organisiert, welche Glenfis als Gold-Sponsor aktiv unterstützt.
Die speziell für unser Jubiläum konzipierte Fachtagung vermittelt Ihnen aktuelle und praxisrelevante Management-Erfahrung hinsichtlich IT-Governance. Nach einer Einführung in das neue Risikomanagement- Framework IT Risk des IT Governance Institute folgen fünf Praxisreferate zu den verschiedenen IT-Governance Focus Areas, also zu Strategic Alignment, Value Delivery, Resource Management, Risk Management und Performance Measurement.

Profitieren Sie von dieser einmaligen Veranstaltung. Weitere Informationen und Anmeldung finden Sie hier
Aus- & Weiterbildungs-Roadshow 2009-1 der Glenfis AG in Basel und St. Gallen
Nichts ist steter als der Wandel. So auch das Anforderungsprofil der IT-Jobs. IT Service Manager und IT Governance Spezialisten sind Experten-Profile mit ausgezeichneten Berufs-Chancen. Gerade in Zeiten wie diese. Glenfis führt eine kostenlose Informationsveranstaltung durch, in welcher Ihnen die Wege und Konzepte dieser international anerkannten Lehrgänge mit Ihren Einstiegs- und Weiterbildungsmöglichkeiten aufgezeigt werden. So können Sie gezielt ausgehend von Ihrer aktuellen Situation Ihre individuelle fachliche Weiterentwicklung planen
- Der Weg zum ITIL® V3 Expert
- Der Weg zum IT Governance Experten auf Basis COBIT und CGEIT
- Der Weg zum ISO/IEC20000 Auditor & Consultant
Möchten Sie mehr über Ausbildungsmöglichkeiten, Anforderungen und Zertifizierungen in diesen Bereichen erfahren? Wir laden Sie ganz herzlich zu einem der beiden untenstehenden Termine ein, an welchen unsere Experten die Trainingslehrgänge präsentieren und Ihnen für Fragen zur Verfügung stehen.
- Basel: 21. September 2009, 17:00h – 18:00h
- St. Gallen: 24. September 2009, 17:00 – 18:00h
Im Anschluss an die Veranstaltung laden wir Sie zu Apéro und persönlicher Vernetzung in einer ungezwungenen Atmosphäre ein.
Für die Organisation benötigen wir Ihre Anmeldung. Wir freuen uns auf Sie!
itSMF Jahreskongress 2009 in Neuss/Düsseldorf
„Wertbeitrag und Agilität der IT“
Unter diesem Motto findet der 9. itSMF Jahreskongress für die ITSM Community vom 01. bis 02. Dezember 2009 in Düsseldorf/Neuss im Swissotel statt.
Der itSMF-Kongress 2009 bietet das deutschlandweit größte Forum, um sich mit Fachkollegen zu den aktuellen Themen des IT Service Managements auszutauschen.
Pre-Workshops am 30. November 2009 und Post-Workshops am 03. Dezember 2009
Glenfis ist wieder als Speaker und Aussteller dabei. Inforamtionen und Anmeldung finden Sie hier.
6. International News: ITSM-Tool Zertifizierung - Scheme von APMG
Es war also kein Gerücht. APMG hat nun ein Software-Scheme entwickelt, welches nun gestattet, ITSM Tools zu zertifizieren. Durch lizensierte Software Assessoren (auch wieder eine Ausbildungsmöglichkeit) können Software-Lieferanten ihre Produkte auf drei Stufen assessieren: Gold, Silber und Bronze.
Weitere Informationen finden Sie hier.
Man darf sicherlich noch skeptisch sein, ob damit ein Dienst an der ITIL-Philosophie geleistet wird. Seien wir aber optimitistisch, denn ohne Tool lässt sich ein Service nun mal nicht effizient Managen.
Wir bleiben dran. Bleiben Sie's mit uns.
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